Nils Arztmann über Das Vermächtnis
Schauspieler Nils Arztmann spricht über Das Vermächtnis, Theater als Erinnerungsraum und die Frage, wie AIDS-Geschichte, Gemeinschaft und Verantwortung weitergegeben werden.
In dieser Ausgabe von Radio Positiv spricht Juliana Metyko mit dem Schauspieler Nils Arztmann über seinen künstlerischen Weg, seine Rollen in Das Vermächtnis und die Arbeit an einem Stück, das queere Geschichte, AIDS-Erfahrung und Fragen von Gemeinschaft und Weitergabe miteinander verbindet. Ausgangspunkt ist ein Theaterabend, der in Kooperation mit der Aids Hilfe Wien stattfand und dessen gesellschaftliche Bezüge in der Sendung mehrfach aufgegriffen werden.
Im Gespräch wird deutlich, wie stark sich die Probenarbeit durch Begegnungen mit Betroffenen vertieft hat und wie Theater hier zu einem Raum wird, in dem Erinnerung nicht nur dargestellt, sondern weitergetragen wird. Nils Arztmann beschreibt Das Vermächtnis als künstlerisch und persönlich prägende Erfahrung:
„Es war wirklich vor allem das Stück. Beim ersten Lesen wusste ich, dass das etwas ganz Einzigartiges wird, wenn wir das dann in einem Jahr spielen.“
Später spricht er auch über eine zentrale Zeile des Abends:
„Ich glaube, der Satz ‚Der einzige Weg, um ein gebrochenes Herz zu heilen, ist, zu riskieren, dass es wieder bricht‘ ist der Satz, den wir alle immer wieder zitieren.“
Besonders eindrücklich ist seine Schilderung, dass das Stück auch über den Theaterraum hinaus wirkt:
„Ein sehr guter Freund von mir, der ist ins Vermächtnis gegangen und hat danach gesagt: ‚Spannend, jetzt werde ich mich zum ersten Mal testen lassen.‘“
Gegen Ende der Sendung öffnet sich der Blick zudem auf den Film über Bruno Kreisky und auf die Frage, welche politische und demokratische Verantwortung Kunst heute tragen kann.
Moderation: Juliana Metyko Gast: Nils Arztmann – Schauspieler; Studium am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, Engagements auf Theaterbühnen und im Film; Nestroy-Preisträger 2025 für seine Doppelrolle im Theaterstück Das Vermächtnis. Musik: Klaus Hager Produktion: Klaus Hager Foto: © Aids Hilfe Wien, HGR Mehr Infos: Agentur Kelterborn | Theater an der JosefstadtÄhnliche Beiträge
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