Xaver Bayer: Hauch
„Ein unzeitgemäßeres Buch ist kaum denkbar, und zugleich leuchtet keines die Angst-Räume unserer Gegenwart so hell aus.
Veit ist Schriftsteller, Dora Übersetzerin, sie haben die Abmachung getroffen, einander ein Jahr lang nicht zu sehen. Wir erfahren nicht, warum, es ist ein Spiel, ein Experiment. Dora lebt in der Stadt und fühlt sich den Zumutungen unserer Zeit zunehmend schutzlos ausgesetzt, Veit bezieht seinen Posten in einem alten Bauernhof am Land, streift durch die verlassene Gegend, beobachtet die Vögel, die Bäume, den Wind.
Beide betrachten die Gegenwart, ohne sie zu teilen, beide üben den Rückzug, jeder auf seine Weise. Die Entfernung zwischen den beiden ist nicht groß, aber sie bleibt auch nicht gleich. Sie wächst, wie die Sehnsucht nach einem anderen Leben.“ (Quelle: Jung und Jung)
Der Autor Xaver Bayer stellt seinen Roman „Hauch“ (Jung und Jung) im literadio-Gespräch mit Susanne Peter vor.
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